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Siliermittel

Der größte Kostenblock einer Biogasanlage sind die Substratkosten. Diese betragen bei NAWARO-Anlagen durchschnittlich 9 Cent/kWh.
Bei zugekauften Substraten liegt der Gewinn im Einkauf. Zur Kalkulation fragen Sie einfach Ihren energie+agrar Fachberater.
Bei selbsterzeugten Substraten gilt es, die erzeugte Energie vom Feld sicher und ohne Energieverlust in die Biogasanlage zu bringen. Dabei helfen mikrobiologische Siliermittel.

Es gibt zwei Schwerpunkte für den Einsatz von Siliermittel:

  1. Der pH-Wert muss schnell in den Bereich von 4 sinken. Dann bleiben die Verluste, die am Anfang beim Silieren immer entstehen, möglichst gering. Außerdem hemmt der tiefe pH-Wert die Bakterien, die das Siliergut während der Lagerung verderben können.
    Grassilage, Ganzpflanzensilage und Grünroggen gehören zu den schwersilierbaren Substraten. Geringe Trockenmassegehalte und besonders der hohe Eiweißgehalt verhindern das schnelle Absinken des pH-Wertes. Die zusätzlich zugegebenen homofermentativen Milchsäurebakterien erzeugen soviel mehr Milchsäure, dass der pH-Wert bei den schwersilierbaren Substraten zuverlässig schnell absinkt.
  2. Beim Öffnen des Silos und später im Futterdosierer dringt Luftsauerstoff in den Silostock ein und fördert die Vermehrung der Hefen und Schimmelpilze. Diese verbrauchen Energie und der Silohaufen wird warm. Dies wird auch als Nacherwärmung bezeichnet und gerade die guten und energiereiche Maissilagen sind davon betroffen. Heterofermentative Milchsäurebakterien verhindern dies zuverlässig, indem sie zunächst Milchsäure produzieren und später Essigsäure. Die Essigsäure in Kombination mit dem niedrigen pH-Wert bremst das Wachstum von Hefen und Pilzen deutlich.

Werden die Verluste nur um 5% reduziert, werden 36 €/kW und Jahr eingespart. Bei einer 500 kW-Biogasanlage ergibt dies einen Mehrgewinn, nach Abzug der Siliermittelkosten, von leicht 10.000 €/Jahr.