Praebiotikum P

Das erlaubte Doping für Ihre Bakterien und Archaeen

Sekundäre Pflanzenextrakte docken an die Rezeptoren der Bakterien an und steigern die Stoffwechselaktivitäten gewünschter Bakterien oder hemmen störende Bakterien. Bei Biogasanlagen, die Praebiotikum P einsetzen, sank der Futterverbrauch um durchschnittlich 7%.
Organisches Material wird an der Luft normalerweise von den Destruenten (Bakterien, Hefen, Pilze …) komplett zu Kohlendioxid abgebaut. In einem Fermenter wird dasselbe organische Material über verschiedene Abbauwege überwiegend zu Methan abgebaut. Es entstehen leider auch noch andere Gase wie Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff. Diese Gase erzeugen keinen elektrischen Strom, und deshalb sind diese Abbauwege Energieverschwendung. Wäre es da nicht gut, wenn die Bakterien so gesteuert werden könnten, das sie die Abbauwege nicht beschreiten? Genau dies machen Praebiotika:
„Praebiotika sind nicht verdaubare pflanzliche Bestandteile, die die Biogasbildung günstig beeinflussen, indem sie das Wachstum und/oder die Aktivität einer oder mehrerer Bakterienarten im Fermenter gezielt anregen oder hemmen und somit den Methanertrag der Biogasanlage verbessern“ (verändert, von Gibson und Roberfroid aus: J Nutr.. 125, Nr. 6, Jun 1995).

1. Wirkung

Praebiotikum P erhöht den Stoffwechsel der erwünschten Hydrolysebakterien, diese schütten dann vermehrt Exoenzyme aus.
Diese Enzyme spalten die Rohfaser schnell auf und die Rohfaser kann dadurch nicht mehr aufquellen. Der Fermenter wird dünnflüssig, die Rührzeiten können reduziert werden, und der Eigenstromverbrauch sinkt.
Denn die Dünnflüssigkeit des Fermenters wird nicht durch den Gehalt an Trockenmasse bestimmt, sondern in erster Linie durch den schnellen Abbau der Rohfaser.

2. Wirkung

Andere pflanzliche Extrakte hemmen störende Bakterien. In erster Linie Bakterien des Proteinstoffwechsels und schwefelliebende Bakterien. Diese Bakterien konkurrieren mit den methanbildenden Archaeen um Lebensraum und Nährstoffe.
Die sulfatreduzierenden Bakterien des Schwefelkreislaufes zum Beispiel verbrauchen Wasserstoff. Aus diesem Wasserstoff könnten die methanbildenden Archaeen Methan herstellten, die Energie ist jedoch verloren und die gebildete Methanmenge ist geringer.
Durch die Hemmung der Bakterien des Proteinstoffwechsels und der schwefelliebenden Bakterien, konnte die Leistung von Anlagen in der Praxis um durchschnittlich 7% gesteigert werden.

Anwendung

Zur Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung 4 Teile Wasser (max 12°dH) mit 1 Teil Praebiotikum P mischen:

Liter GebrauchslösungLiter WasserLiter Praebiotikum P
20164
40328
604812
806416
1008020
20016040

Als Standarddosierung empfehlen wir 1 Liter Gebrauchslösung pro 100 kW.
Über die Vorgrube oder direkt in den Fermenter einbringen, die Zugabe über das Substrat ist nicht möglich.
Ihr energie+agrar Fachberater berechnet gerne für Sie die optimale Dosiermenge.

– Lagerung und Transport: Kühl lagern, pH-neutral, nicht korrosiv und kein Gefahrgut.

– Gebinde: 20 kg Kanister

– Artikel-Nr.: 22100

2024-08-27 Sicherheitsdatenblatt Praebiotikum P

2020-05-04 GVO Erklärung Praebiotikum P

2024-08-26 Faltblatt Praebiotikum P

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert